Mittwoch, 27. November 2013

Donnerstag, 7. Februar 2013

Freitag, 19. Oktober 2012

Blade Runner



Wenn die Welt untergeht am Ende des Jahres 2012 dann wird es 2019 so aussehen. Ein Gedanke der mich nicht beunruhigt aber auch nicht glücklich stimmt.

Sonntag, 6. Februar 2011

Jerome hasst was ich verabscheue.



Große Momente erkennen wir erst wenn sie vorbei sind, wir erinnern uns gerne daran, an die glücklichen Momente und sabbern ihnen nach wie ein Süchtiger vor einer frisch gezogenen Linie weißem Schnee. Wir sind abhängig!
Diesen Momenten nach zu träumen liebt Jerome so sehr, dass er die Realität verliert und immer wieder in seine Gedanken verschwindet ohne zu merken, dass es schon kurz vor zwölf ist. Er muss zur Arbeit!
Diese unbeschreiblich intensiven Momente begleiten ihn Tag und Nacht er ertappt sich wieder und wieder nicht in einen Glücksrausch zu verfallen. Er will neue wunderbare Sekunden und Tage verleben, die ihn wieder gefangen nehmen werden.
Die Zeit des Wartens verbringt Jerome mit der ausgiebigen Beschäftigung des Sammelns von Dingen und Verhalten die ihn über alles ankotzen und die unmöglich sind. Es lenkt ihn ab von dem Schönen der Welt, welches er so vermisst.
Auszug aus einer Liste die immer neben dem Bett liegt.

Alles verboten und schleunigst zu vernichten:

Weiße Stiefel in jeglichen Größen, feuchte Wände, stumpfe Menschen, Opeltreffen, Ed Hardy Fashion, Diddltassen, Kordhosen, Rollkragen, Kragen oben, Laut im Bus telefonieren, Böhse Onkelz Aufkleber hinten am Volkswagen, T(o)upac sagen, Handytaschen, die Mutter nicht lieben,
zur Hälfte Deutsch zur Hälfte Englisch quatschen, unmodische Fahrradhelme, Sattel mit Leopardenfell, allein in der Kneipe trinken, Laptops im Kaffee, die Simpsons scheiße finden, bei Bruce Willis einschlafen, so tun als würde man Ahnung von Wein haben,
Hawaiihemden, Flip-Flops mit weißen Socken, im Zoo an die Scheibe klopfen, Gartenzwerge am Teich voller Koikarpfen, Bob Marley Poster, Feuerzeug in Reggae Farben, verschwitze Festivalbändchen von vor Jahren an den Armen tragen,
im Kino laut reden und essen, Regenschirme in der Fußgängerzone, langsames Gehen zwischen engen Einkaufsregalen …

Sonntag, 28. November 2010

Jerome kann alles außer wach bleiben

Ich vermisse deinen duft. der ist unbeschreiblich und flüchtig wie eine feder im wind. deine augen singen ein lied von glück und sicherheit. ich fühle mich geborgen an deiner seite in deiner nähe zu atmen und zu schweigen. unsere körper passen zusammen wie mein Schatten zu mir passt an einem wunderschönen abend im mai. unser lied soll nie zu ende gehen .... das orchester soll nicht schweigen und die Kassette soll immer wieder umgedreht werden wenn sie zu ende gespielt ist.
ich wache auf und merke das ich endlich nicht mehr träume. ich bin in einem wunderland angekommen. doch dieses land habe ich erst wirklich entdeckt als ich es wieder verlassen musste.
Lass mich für einen moment wieder die freiheit spüren und den duft einatmen während ich unser lied höre. Lass deine arme um mich während wir im Meer stehen und uns küssen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ich betrete neues Land

Wenn die Tage kürzer werden und die Gedanken länger, geht Mia häufiger den Genüssen des Alkohols nach. Sie hat zu viel Zeit um nachzudenken. Ihre einzige Hilfe ist die Flucht in eine neue spannende Affäre. Sie will verrückt sein. Ich korrigier, sie will wild sein.
Mia ist unterwegs in der Stadt.
Ihre neuen Freundinnen, die sie nur durch flüchtige Bekanntschaften beim Platten stöbern kennen gelernt hat, sind heute ihre Begleiterinnen. Sie hält nichts von dieser mädchenhaften "wir sind Freundinnen für immer" Sache und sucht sich deshalb immer neue Menschen die noch nicht so viel über sie wissen. Aus einem kleinen Club dröhnt viel versprechender Bass der das Herz vibrieren lässt. Mia liebt dieses Gefühl, da sie sich bei dieser Musik richtig spürt, wie wenn man in eine heiße Badewanne steigt.
Mia geht sofort hinein, fast hätten Lotta und die anderen Schönheiten sie verpasst. Kaum auf der Tanze beginnt ein leidenschaftliches, Körper betontes und alternatives rhythmisches abtanzen. Mia steht gerne alleine abseits des Geschehens und wirkt in sich gekehrt, doch wenn sie ihre Arme hoch wirft spürt jeder ihre Anwesenheit. Sie kann sehr gut tanzen. Ihre laszive Art begeistert nicht nur Männer.
Als sie sich einen Gin-Tonic mit Gurke bestellte, wird sie von einem Hauch von Zärtlichkeit überrascht. Ein Mann ging an ihr vorbei und streichelte ihren Rücken. Sie war wie gelähmt, denn in dem kurzen Moment empfand sie nie gespürte Anziehung. Ein leichter Stubser verwirrte sie und brachte ihr Herz für einen Hauch zum stehen.
„Ach Quatsch sülz nicht rum“ sagte sie sich und ging rüber zu den Mädels. Träumen ist heute Abend nicht angesagt, das gehört nicht in einen Club. Sie nippte an dem schon warmen Gin-Tonic und biss verlegen in die Gurke.
Die tollpatschigen Jungs, die sie ansprachen, verstehen sie nicht und ehrlich gesagt stinken sie nach Furz oder nach zu strengem Parfüm. Alles Hunde die keinen Baum zum pissen finden. Die tanzwütigen Solotänzer vertanzen noch ihre letzten Energiereserven und Mia ist mitten drin und verabschiedet ihre letzten Plattenfreundinnen. Sie fühlte sich auf einmal sehr stark und glücklich als ob sie es im tiefsten Inneren geahnt hätte.

Als der Beat wieder einsetzte und Mia ihren Kopf genussvoll nach oben streckte schloss sie ihre Augen. Von der Seite näherte sich ein junger Mann, den sie nach der letzten Zigarette in einer dunklen Ecke gesehen hatte. Sie spürte seine Blicke an ihrem Nacken. Geheimnisvoll schaute er sie an, er roch nach Qualm und Bier. Seine Bewegung war anders als die der anderen Männer. Er versuchte gar nicht sie zu bezierzen, gar zu besitzen.
"Ich bin Jérome" sagte der Indie-Elektro Typ mit der Röhrenjeans, der wirklich große Brillengläser hatte. Doch anders als bei den anderen Typen suchte sie nicht sofort nach Vorurteilen und lächerlichen Angewohnheiten oder eckelhaften Gerüchen, sie ließ sich einfach von seinem Verlangen innerlich streicheln. Mia sagte nichts und bewegte sich zu seinen weichen House-Moves, bis sie fast flüchtig seine Wange mit ihrer berührte. Mia blickte ihn durch das grelle Discolicht in die Augen und verschwand in einer Ecke des quadratförmigen Clubs.

Nachts um halb fünf kostete Mia Kit Kat Chunky white und bacon Chips aus dem U-bahn Automaten. Die Kombination im Mund vermischt sich mit dem süßen Tegernseer Hell. Beide grinsen sich niedlich an und merken, dass sie gerade eine Geschmacksimplusion entdeckt haben.
Mia liebt das U-Bahn fahren und endlich kann sie auf der Rolltreppe wieder jemanden küssen, wenn eilige links Überholer vorbei stürmen. Aber sie genießt die 60 Sekunden und glaubt es wäre länger als nur eine Weile. Alles kann sie kaum glauben. Er fährt ihr durchs dunkel-braune Haar. Durch den wilden Abend sind die liebevoll geflochtenen Haare aufgegangen und schimmern im Laternenlicht der Kaiserstraße.


Ihr Schädel brummte während sie die Snooze-Taste drückte, doch was war passiert?

Mittwoch, 4. August 2010

Steve McQueen - Sehnsucht nach Coolness

Wenn jemand von coolen Typen aus der guten alten Zeit spricht, muss ich meistens an die knautschige Visage und den anarchistischen Lockenkopf von Schauspieler/Rennfahrer/Lebemann Steve McQueen denken. Der Mann hatte es so raus, der hätte auch nackt voltigieren und immer noch der lässigste sein können.
Seine abgeklärte Art und Weise in seinen Filmen übercool und elegant zu spielen brachte ihm ein Kultstatus der fast nicht erreicht werden kann.

Frage: Warum gibt es solche Männer heute seltener? Warum bringt unsere Medien- Popkultur nicht eine solche Figur hervor. Ist schon wieder der Feminismus/dieEmanzipation/die68er/dieWirtschaftskrise/dieRaubkopierer schuld? Oder nehmen wir die alte Garde aus den good ol´ days überpositiv wahr, weil unsere eher metrosexuellen Idole heute keine maskulinen Projektionsflächen mehr hergeben? Indentifikation mit retro und altmodischem Lebensstil bewirkt, dass wir immer mehr den alten Ikonen "nachtrauern" und nachäffen. Mir eigentlich fast egal, ich schwelge und behaupte, Steve McQueen wäre auch heute noch Boss von Rennstrecke. Er wäre immer noch überzeugender mit quitschenden Reifen als mit langen Filmdialogen.



























Steve McQueen in Bullitt




Dienstag, 17. November 2009

Das Dach zur Welt.

Aus der Position meines Zimmers sieht man Dinge anders, aus einem anderen Blickwinkel aber auch mit einem anderen Auge. Diese Sichtweise hat ein anders Gefühl, eine andere Bedeutung, sie kann vollkommen anders auf die Welt schauen. Immer ein anderes Details sehen als andere immer ein neues Fenster mit Licht was sonst keiner sehen kann. Dieses Gefühl der Beobachtung erweckt in mir Ruhe und Entspannung, denn nur ich weiß davon.
Auf dem Boden angekommen schaue ich gerne aus anderen Blickwinkeln auf diese Welt, aber ich mache es um unten zu verstehen was ich im fünftem Stockwerk wirklich gefühlt habe.