Mittwoch, 27. November 2013

Donnerstag, 7. Februar 2013

Freitag, 19. Oktober 2012

Blade Runner



Wenn die Welt untergeht am Ende des Jahres 2012 dann wird es 2019 so aussehen. Ein Gedanke der mich nicht beunruhigt aber auch nicht glücklich stimmt.

Samstag, 29. September 2012

Donnerstag, 5. Juli 2012

Vernunft vs. Gefühl Teil Eins


Nichts scheint unvernünftig zu sein wie eine Emotion. Ganz plötzlich
steigt sie hoch, binnen Millisekunden, ohne Überlegen, eine unkontrolliert,
einseitige und gnadenlose subjektive Gefühlssache. Sie werfen uns aus der
Bahn, die wir sonst zu lenken wissen, blockieren das Denken, treiben uns zu
Chaos und Wut. Es ist zu bemerken, dass diese scheinbar blinden Affekte lange
Zeit von vielen Philosophen uninteressant waren. Was hätte ein Wutausbruch
schon mit Erkenntnis zu tun? Oder ein Schwall von Tränen mit Vernunft?
Doch heutige Philosophen sehen die Emotionen in einem neuen Licht. Viele
halten sie für kognitive, geistige Zustände, für so etwas wie Werturteile, die uns
womöglich sogar Wissen über die Welt vermitteln.

Lange trennten die Philosophen strikt zwischen Denken und Fühlen. Emotionen
galten als blinde, irrationale Triebe, von denen sich ein kluger Mensch tunlichst
zu befreien hat. Platon zum Beispiel misstraute ihnen, aus seiner Sicht
verzerren sie den Blick auf die Wirklichkeit. Wahre Unabhängigkeit, so glaubten
auch die Stoiker, kann nur derjenige erlangen, der sich von den Emotionen
„reinigt“. Und Immanuel Kant (1724-1804) hielt Emotionen für irrationale
Impulse, die unser moralisches Handeln untergraben.

Nicht alle Philosophen verdammten allerdings die Emotionen. Schon der
französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) zweifelte
am obsessiven Glauben, nur durch Vernunft ließe sich Erkenntnis gewinnen.
Von ihm stammt der Gedanke: «Unser Herz hat seine Gründe, von denen die
Vernunft nichts weiß.» Und der niederländische Philosoph Baruch de Spinoza
(1632-1677) sah die Emotionen sogar als zentralen Teil der menschlichen
Natur. Körper und Geist bilden für ihn eine Einheit, sie sind nur zwei
verschiedene Aspekte derselben Realität. Mit seiner Theorie kam Spinoza dem
modernen Bild der heutigen Neurowissenschaften schon recht nahe.
Lange hielt man Emotionen, völlig ausgegrenzt von der Vernunft, für „mentale
Affektionen“, die zu körperlichen Effekten führen. Doch heutzutage ist
bewiesen, dass Emotionen nichts anderes sind als das Bewusstsein
körperlicher Reaktionen, die auf die Einwirkung eines gewissen Reizes folgen,
sprich auf Herzrasen folgt Lampenfieber oder auf Gänsehaut folgt die
Gewissheit, dass der jetzige Moment erregend ist. Demnach fühlen wir uns
traurig weil wir beginnen zu weinen, oder wir fürchten uns kalt weil wir zittern.
Diese Erkenntnis ist sehr körperlich und beweist den genauen Zustand nicht
rational.
Das Erleben dieser Emotionen ist nichts anderes als eine schnelle
subjektive Wahrnehmung unserer körperlichen Vorgänge. Im evolutionären
Prozess der Anpassung brachten Emotionen einen entscheidenden Vorteil. Wer
nicht lange nachdenken muss, wenn er in Gefahr war, hatte eine höhere
Chance zu überleben. So umgehen einige emotionale Reaktionen im Gehirn
diejenigen Teile die mit dem rationalen Denken zu tun haben. Das Denken wird
für einen Moment „ausgeschaltet“ und der Verstand kann zunächst nicht
reagieren, wenn wir in einen „Alarmzustand“ gehen, sobald etwas bedrohliches
oder etwas schönes passiert. Wenn es im Gras raschelt, springen wir zur Seite,
erst hinterher urteilen wir rational über den Vorfall, ob es wirklich eine Schlange
war.

(Fortsetzung folgt)

Montag, 20. Februar 2012

Mittwoch, 9. November 2011

Wortschatz aus der Tasche


Ich habe mich während einer Bahnfahrt an einer NEON inspirierten Rubrik bedient. Der Versuch ein neues Wort zu schaffen aus zwei Wörtern um einen Zustand neu zu beschreiben. GO!

Schaffner-läuten oder Kontro-läuten:

Die Geräusche oder Bewegungen der Fahrgäste im Zugabteil oder Bus, die eine Kontrollinstanz ankündigen, ohne das man diese sieht. Diese Wahrnehmungen durch Portemonnaie-geklimper, Klettverschluss aufreißen, allgemeine Unruhe, Seufzen oder suchende Blicke in Richtung der nahenden Person. Diese fast unmerkliche Geräuschkulisse kündigt einen Kontrolleur an.
Ein besonderer Fall sind Personen mit Fahrschein die trotzdem anstallten machen sie hätten keinen oder denken es nur: Trotz Fahrschein in der Tasche wird der Puls unkontrollierbar höher und es entsteht eine unerklärliche Situation, von nur kurzer Dauer. Jugendliche Eskapaden oder der Respekt vor der “Uniform” bewirken ein Unwohlsein aber auch ein Moment des Glücks, wenn die Erleichterung eintritt, wenn der/die Kontrolleur/in einem eine schöne Fahrt wünscht. Falls es über ein Nicken hinaus geht … die Belohnung für das artige bezahlen und brave vorzeigen fällt meist mager aus.

Freitag, 11. März 2011

Sonntag, 20. Februar 2011

Siriusmo - Mosaik

Nichts klingt wie Siriusmo, und Siriusmo klingt wie Nichts. Bei allen hörbaren Einflüssen aus Funk, HipHop, Pop und Videospielsoundtracks gelingt dem Berliner Wunderkind ein ganz eigener Sound, eine futuristische Melange seiner Vorbilder. So verhält es sich auch bei seinem überfälligen Debüt-Album "Mosaik": Ungeheuer funky tropfen klebrige Beats auf fröhliche Arpeggios und binden sie in grandiose Tracks wie "Idiologie". Verfremdete Vocals zerspringen an autistischen Hymnen vom "Einmal in der Woche schreien". Das ist bunt, das macht gute Laune, das will immer wieder gehört werden.



Hier findet sich noch mehr, unter anderem auch ein Remix von BNR.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Strange dreams of JFK

Picture by Wicked Waldi
Mixtapes lieben das Leben und hassen den Krieg.

Sonntag, 6. Februar 2011

Jerome hasst was ich verabscheue.



Große Momente erkennen wir erst wenn sie vorbei sind, wir erinnern uns gerne daran, an die glücklichen Momente und sabbern ihnen nach wie ein Süchtiger vor einer frisch gezogenen Linie weißem Schnee. Wir sind abhängig!
Diesen Momenten nach zu träumen liebt Jerome so sehr, dass er die Realität verliert und immer wieder in seine Gedanken verschwindet ohne zu merken, dass es schon kurz vor zwölf ist. Er muss zur Arbeit!
Diese unbeschreiblich intensiven Momente begleiten ihn Tag und Nacht er ertappt sich wieder und wieder nicht in einen Glücksrausch zu verfallen. Er will neue wunderbare Sekunden und Tage verleben, die ihn wieder gefangen nehmen werden.
Die Zeit des Wartens verbringt Jerome mit der ausgiebigen Beschäftigung des Sammelns von Dingen und Verhalten die ihn über alles ankotzen und die unmöglich sind. Es lenkt ihn ab von dem Schönen der Welt, welches er so vermisst.
Auszug aus einer Liste die immer neben dem Bett liegt.

Alles verboten und schleunigst zu vernichten:

Weiße Stiefel in jeglichen Größen, feuchte Wände, stumpfe Menschen, Opeltreffen, Ed Hardy Fashion, Diddltassen, Kordhosen, Rollkragen, Kragen oben, Laut im Bus telefonieren, Böhse Onkelz Aufkleber hinten am Volkswagen, T(o)upac sagen, Handytaschen, die Mutter nicht lieben,
zur Hälfte Deutsch zur Hälfte Englisch quatschen, unmodische Fahrradhelme, Sattel mit Leopardenfell, allein in der Kneipe trinken, Laptops im Kaffee, die Simpsons scheiße finden, bei Bruce Willis einschlafen, so tun als würde man Ahnung von Wein haben,
Hawaiihemden, Flip-Flops mit weißen Socken, im Zoo an die Scheibe klopfen, Gartenzwerge am Teich voller Koikarpfen, Bob Marley Poster, Feuerzeug in Reggae Farben, verschwitze Festivalbändchen von vor Jahren an den Armen tragen,
im Kino laut reden und essen, Regenschirme in der Fußgängerzone, langsames Gehen zwischen engen Einkaufsregalen …